Das EMV-Management von MEA Unda

Innerhalb der Fachgruppen und Institutionen, die sich der biologischen elektromagnetischen Verträglichkeit widmen, repräsentiert MEA Unda ein biophysikalisch ausgerichtetes Segment.
Die Herangehensweise ist interdisziplinär und beruht auf den fachlichen Grundlagen von Messtechnik, Elektrotechnik, Medizin und Biophysik.

Unser EMV-Management orientiert sich an rechtlichen Grundlagen, ist jedoch darüber hinaus gezielt auf biophysikalische und damit biologisch-gesundheitliche Bedürfnisse des menschlichen Organismus ausgerichtet. Die Beurteilung einer vorliegenden Situation erfolgt nicht nur nach dem thermischen Wirkmodell der ICNIRP* , sondern es wird auch nicht thermischen Faktoren Rechnung getragen indem die technisch erhobenen Messdaten auch nach biophysikalischen Kriterien bewertet werden.

Bei Messung und Sanierung kommen zusätzliche Verfahren zum Einsatz, die für biologische Fragestellungen relevant sind. Insbesondere werden auch die biologisch höchst relevanten Einflüsse von Gradienten der extrem niederfrequenten und statischen Magnetfelder berücksichtigt.

Das EMV-Management von MEA Unda – Messgeräte, Vorgehen bei Messung, Sanierung und Ausbildung sowie Richt- und Vorsorgewerte – ist standardisiert (MDP®2013).

Durch objektive Messungen an Personen können die Messdaten des elektromagnetischen Umfeldes jederzeit abgeglichen und in Beziehung gebracht werden mit dem Gesundheitszustand der jeweiligen Person.

Spezifikation des MDP®2013-Standards

1. Gemessen wird die Immission, also das Einwirken elektromagnetischer Strahlung auf Lebewesen, verursacht durch unterschiedliche Strahlungsquellen („Emittenten“).

2. Da für die Einwirkung von elektromagnetischen Feldern niedriger Leistung keine gesetzlichen Vorgaben existieren, werden bevorzugt Plätze untersucht, an denen sich Personen über längere Zeit aufhalten (Arbeits-, Schlaf-, Lern- oder Ruheplätze). Dadurch können auch Langzeiteinflüsse von elektromagnetischen Feldern niedriger Intensität / athermische Wirkungen erfasst und beurteilt werden** .

3. Der aktuelle Mess-Standard wird um einen vierten und biologisch wesentlichen Aspekt, die Rastermessung der Vertikalkomponente des statischen und ELF-Magnetfeldes von 0-15 Hz, ergänzt.

4. Die Beurteilung der Messergebnisse erfolgt anhand mehrerer Kriterien:
+ Einhaltung gesetzlicher Mindestanforderungen (ÖNORM EN 8850, EMF-Richtlinie 2013/35/EU, vormals EU Richtlinie 2004/40/EG).
+ Biophysikalische begründete Richtwerte, welche die Erfordernisse des Organismus und seiner regulatorischen Funktionen berücksichtigen. Beurteilung und Abhilfemaßnahmen orientieren sich deshalb auch an den Vorgaben der EUROPAEM, an publizierten Vorsorgewerten (Landessanitätsdirektion Salzburg), am No-Effect-Level (NOEL) von veröffentlichten Studien und an den Erkenntnissen des Institut IIREC (Internationales Institut für elektromagnetische Verträglichkeitsforschung, Krems, Österreich).

5. Alle Messdaten werden protokolliert. Ein schriftliches Fachgutachten erklärt anhand der erhaltenen Messergebnisse die Bedeutung der vorliegenden Situation für den Organismus. Besteht Verbesserungsbedarf, werden konkrete, für Fachleute und Laien verständliche und nachvollziehbare Maßnahmen vorgeschlagen.

7. Der Fokus bei Messung und Sanierung liegt auf gebäudeinternen Quellen, die für Verbesserungsmaßnahmen zugänglich sind. Externe Emittenten werden je nach Situation mehr oder weniger genau eruiert.

8. Die technischen Fachkräfte von MEA Unda (Messtechniker und Elektrotechniker) sind in grundlegenden biologischen Fragestellungen geschult.

9. Sanierungsmaßnahmen und die Abfolge ihrer Durchführung richten sich auch nach dem aktuellen Zustand der Person deren Umgebung vermessen wird, da mit einer Veränderung des physikalischen Umfeldes auch Veränderungen der biologischen Regulation einher gehen und Reaktionen unterschiedlicher Art auftreten können.

10. Die Effizienz gesetzter Maßnahmen kann durch medizinische Zustandserhebung jederzeit überprüft werden. Messungen an Personen erfolgen vor und nach einer Feldsanierung. MEA Unda empfiehlt anerkannte medizinische Methoden wie EKG (24h-HRV), EEG (Schlafanalyse) und Laboruntersuchungen (z.B. Stresshormone)

11. Durch die Beurteilung der Messergebnisse nach biophysikalischen Kriterien ist die Möglichkeit zur Qualifizierung von Plätzen, Räumen und Gebäuden nach biologischen (gesundheitlichen) Kriterien gegeben.

12. Empfohlenes Vorgehen nach messtechnisch festgestellten Feldbelastungen:   Das primär immer anzustrebende Verringern zu hoher Leistung wird erreicht, indem hausinterne eigene Strahlungsquellen vermieden, geschirmt oder bei Nichtgebrauch abgeschaltet werden. Der Abstand zwischen Körper und technischen Geräten, Kabeln, Trafos etc. sollte so weit wie möglich vergrößert werden.
Vor allem in Unternehmen und Industrie ist der Handlungsspielraum allerdings meist limitiert und man hat oft geringen oder keinen Einfluss auf Strahlungsquellen, die von außen oder benachbarten Gebäuden stammen. Durch ergänzende Maßnahmen in der athermischen (leistungsunabhängigen) Wirkebene elektromagnetischer Felder wird trotzdem eine biologisch wirksame Prävention erreicht.
Eine biophysikalische Entlastung des Organismus auf der Ebene der Magnetfelder verringert die Auswirkungen elektromagnetischer und vieler anderer Stressoren. Die gezielte Sanierung des statischen und ELF-Magnetfeldes ist imstande, biologischen Störungen durch verbleibende oder nicht beeinflussbare Immissionen vorzubeugen.

13. Erfolgskontrolle durch Nachmessung:
Einige Zeit nach Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen wird empfohlen, die Situation durch Nachmessung kontrollieren zu lassen.

14. Wahrung der Wirtschaftlichkeit:
Durch Hinzuziehen von hochwirksamen Präventionsmaßnahmen in der athermischen Ebene ist MEA Unda ein Vorgehen nach dem „ALARA-Prinzip“ („As Low As Reasonably Achievable“ = so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar) möglich, ohne dass Einbußen an Wirksamkeit und Sicherheit in Kauf genommen werden müssen.

15. Bei Erfüllung entsprechender Kriterien kann für Arbeitsplätze, Räume, Gebäude und technische Geräte nach messtechnischer Überprüfung ein biophysikalisches Qualitätssiegel („green electromagnetics – biophysically audited“) ausgestellt werden.

16. Sind im Rahmen einer elektrotechnischen Sanierung Produkte wie zB Netzabkoppler, geschirmte Kabel, Steckerleisten oder Leuchten etc. erforderlich, werden ausschließlich solche eingesetzt, die spezielle Qualitätskriterien und höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dieselben Anforderungen werden auch an Produkte zur kontrollierten Verbesserung der Situation im statischen und ELF- Magnetfeld gestellt.

 

* International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection 1998
** Vgl. „Bioinitiative Report“ 2007 (14 international renommierte wissenschaftliche Mitarbeiter und 7 Reviewer): „In the last few decades, it has been established beyond any reasonable doubt that bioeffects and some adverse health effects occur at far lower levels of RF and ELF exposure where no heating (or induced currents) occur at all; some effects are shown to occur at several hundred thousand times below the existing public safety limits where heating is an impossibility.”